Boy, am I looking forward to this course! I stumbled upon this a couple of weeks ago in this blog post, and I immediately signed up for the course. It is going to be about theories and methods of connectivism and connective knowledge, an area which I’m especially interested in since I teach a course here at the RheinAhrCampus in “Interconnected Thinking (or Vernetztes Denken in German)”. In this course I make use of the method developed by Frederic Vester, who is widely known in this field of work. Besides that I think that this way of thinking is the only way to cope with and in a world which is becoming more and more complex every single day.
So today I received an email from George Siemens, who is facilitating this course together with Stephen Downes.
Hi,
Thanks for your expression of interest in the upcoming Connectivism and Connective Knowledge Online Course. We have 650 that have expressed interest in participating in some manner. I will provide more information in early July on how to enroll in the course if you wish to receive credit for, and feedback on, your work.
We’re taking a “many points of light” approach to this course. We’ll offer a wide variety of options and tools for participants to use including: Moodle, Twitter, Pageflakes, blogs, Elluminate, Wikis, Google groups, Attendr, tags, and so on. Content aggregation tools now allow learners to work in their own space rather than come to one set by the university. If you have a blog, blog there. The conference tag is CCK08. Tag it with that…and we’ll find you :).
Obviously a course of this nature will have a very diverse group of learners. Some of you will be very familiar with different tools and technologies. Some of you will feel like you’re just beginning. That type of diversity is most desirable!
Rather than forcing learners to participate in a space and manner that we deem appropriate, we will leave things as open and flexible as possible. You may have this feeling of “what if I miss something”. This is the new normal feeling online :), particularly in decentralized learning environments. We will happily trust the network to filter and highlight important concepts and ideas.
Do you have ideas on how we can improve the participant experience of this course? How can we extend access? (We’ve had one person offer to translate into Chinese and another to translate into Spanish). How can we push the boundaries of teaching and learning?
Final point: we hope to use this experience as an opportunity to research the impact of a large online open course. We’ll be sharing our design approaches on the blog (link provided above) as well as soliciting your input/reactions to what we’re planning to do.
Please let us know if you have any questions. Looking forward to a unique, motivating, and engaging learning experience!
George
Does this sound exciting or what? I think this a perfect way to handle a course like that, and I’m so much looking forward to it to start! The course will begin in September 2008, but I’m pretty sure that by that time there will have been a lot of activity among the participants. Well, guys, I can hardly wait…
Liveblogging die Zweite. Freitag, dritter Tag der re:publica 08, 10 Uhr, der große Saal ist noch ziemlich leer…ist ja für die meisten Teilnehmer auch noch fast Nacht. Das Netz ist jedenfalls noch schön schnell. =)
Hier das Thena:
Video-Plattformen wie Youtube bieten Bürgern die Möglichkeit, eigene Filme im Netz bereit zu stellen. Aber ist dies die beste Wahl? Bedeuten Emanzipation und die Aneignung von Produktionsmitteln im digitalen Zeitalter nicht weitergehende Unabhängigkeit von wenigen Unternehmen? Welche Möglichkeiten und Erfahrungen gibt es bereits, unabhängige Plattformen zu betreiben? Wie kann man als unabhängiger Produzent die neuen Möglichkeiten nutzen?
Mit dabei sind: Stefan Kluge, Prof. Oliver Wrede, Don Dahlmann, Jörg Kantel, Daniel Fiene (Links kommen später noch)
So, Musik ist aus, los geht's!
Don Dahlmann leitet ein, Bürger werden durch Technik befähigt, jeder kann Sender sein, technische Hürden verschwinden.
Oliver Wrede ist Professor für interaktive Medien und irgendwie an Hobnox beteiligt. Die Hobnoxer stellen übrigens auch die Livestreams der re:publica ins Netz.
Daniel Fiene macht Was mit Medien und Jörk Kantel ist der Schockwellenreiter und quasi das "Urgestein" der deutschen Bloggerszene.
Erste Frage an Jörg Kantel: Was war dein Beweggrund die Produktionsmittel selbst in die Hand zu nehmen und zu bloggen?
Anfang 2000 sind einige zentralistische Communitysysteme zusammengebrochen und es wurde klar, dass die großen Konzerne immer mehr Kontrolle über das Netz und die Inhalte gewinnen wollten. Die Vernetzung darf nicht zentral gesteuert werden, Mikropubliszistik als Stichwort. Ich habe schon früh Zeitungen und Radio gemacht, die aber an teuren Produktionsmitteln scheiterten. Der Vertriebsweg war teuer und umständlich, und beim Radio war der Vertriebsweg zu reglementiert. Das ist im Netz nicht mehr der Fall. Wichtig ist, dass jeder es kann! Aber es soll nicht jeder müssen.
Dahlmann an Wrede: Wird die Verlagerung der Produktionsmittel überhaupt schon richtig wahrgenommen, z.B. bei Studenten?
Nein, leider noch nicht. Es gibt nur wenige die bewusst bloggen, für die eigene Reputation, Vernetzung etc. Kein Randphänomen ist jedoch die technisierung des Alltags, z.B. per Handy. (genau in dem Moment klingelt das Handy vom Schockwellenreiter =). Die Wahrnehmung ist noch nicht so groß, deswegen sind Konferenzen wie diese wichtig. Viele Leute sind aber schon Web 2.0 Rezepienten, ohne es zu wissen, weil sie sich mit dem Konzept hinter Blogs, Podcasts usw. nicht beschäftigen.
Kantel: Deswegen rede ich lieber von Mikropublizistik. Jeder Hundeverein hat eine Website. Das Netz ist kein Massenmedium, jeder kann seine Nische finden und bedienen.
Dahlmann an Fiene: Du schaust nun was es gibt und versuchst daraus etwas zu machen. Wie lange machst du das schon und wo ist die größte Resonanz?
Auf den Podcast "Was mit Medien", das läuft schon am längsten und ist etabliert. "Fernsehen" probieren wir gerade aus, weil das auch so einfach geworden ist. Eine einfache Webcam und freie Software genügt schon um einen eigenen Sender aufzubauen. Uns haben schon fast 400 Leute zugeschaut, wie wir "Gülcans Traumhochzeit" geschaut haben. Man kann schon mit einer Handykamera von Nokia was filmen und mit wenigen Sekunden Verzögerung live ins Netz streamen, also wirklich live berichten und eigene Ideen werwirklichen.
Wrede: Produktion als Arbeitsschritt fällt bei solchen Dingen ja komplett weg, es wird ja nichts mehr nachbearbeitet. Man muss den Leuten nur erst mal zeigen, dass sie die Produktionsmittel eigentlich immer dabei haben und diese sehr einfach nutzen können. Und was wird dann mit dem Material gemacht? Wer schaut sich das an? Wie stellt man seine Produktionen den Publikum zur Verfügung. In Deutschland ist das noch nicht wirklich auf der Tagesordnung, unsere Schüler und Studenten sind nicht gut darin, die Medien zu nutzen und eigene Produktionen zu machen.
Schockwellenreiter: Das liegt auch am deutschen Wissenschaftssystem, das extrem restriktiv und konservativ ist. Wir brauchen eine andere Medienkompetenz über Print und TV hinaus, und auch da gibt es noch sehr viel naivität und unwissen. Enzensberger hat ja mal gesagt, der Begriff der Medienmanipulation war ja mal ganz nützlich, ist aber falsch. Wir sind selber Medien und können Alternativen schaffen. Das emanzipatorische und partizipative Web wird sich nicht zwangsläufig durchsetzen nur weil es die Möglichkeit dazu gibt. Das haben wir an anderer Stelle ja schon öfter gesehen. RTL hat in Deutschland die größten Zugriffszahlen auf ihre Website.
Dahlmann: Die meisten Leute erkennen den Sinn der neuen Produktionsmittel leider nicht. Fernsehen hätte sich nicht durchgesetzt, wenn es nicht so einfach wäre. Knopf drücken, fertig. Das ist im Web 2.0 leider noch nicht der Fall.
Frage an Fiene: Hast du in deinem Bekanntenkreis schon Leute zum bloggen oder podcasten gebracht?
Ja, absolut. An meiner Uni haben viele Leute dann selber was ausprobiert, weil sie meinen Podcast gehört haben. Nun wissen aber viele Leute immer noch nicht, was sie sinnvolles mit den Produktionsmitteln machen sollen. Oft wird nur das Bekannte kopiert. Es muss erstmal ein Bewusstsein für die kreativen Möglichkeiten geschaffen werden und für neue Konzepte.
Wrede: Die Beherrschung des Werkzeuges ist das eine, die Wirkung des Produktes abzuschätzen und zu nutzen ist das andere. Vielen genügt es, erstmal das Werkzeug zu beherrschen, ohne auf die Inhalte zu achten. Wozu kann man das überhaupt alles gebrauchen? Die Motivation nach Alternativen zu suchen muss geweckt werden.
Schockwellenreiter: Man muss auch nicht unbedingt wissen was ein RSS-Feed ist, um im Web 2.0 unterwegs zu sein. Medienkompetenz wird leider oft mit Technikkompetenz verwechselt. Technik ist oft immer noch zu kompliziert, aber die Anwendung dieser Technik ist oft ziemlich einfach. Und darum geht es. Die Sinnhaftigkeit der Nutzung muss den Leuten klar werden, nicht wie jetzt genau der RSS-Feed aufgebaut ist.
Kurzer Einschub: Die unbequemen Stühle werden von Tag zu Tag unbequemer…
Weiter geht's:
Dahlmann: Bei der Hessenwahl wurden Blogs, Foren etc. sehr stark genutzt um politische Inhalte zu diskutieren.
Wrede: Auch bei der letzten Präsidentenwahl in den USA wurden Blogs usw. schon extrem stark genutzt, und trotzdem ist das bei der breiten Öffentlichkeit nicht angekommen. Der Durchbruch hat nicht stattgefunden. Die Produktionsmittel sind zwar da, aber die kritische Masse fehlt.
Schockwellenreiter: Das liegt aber an der Gesellschaft, die sich gerade von der Industriegesellschaft zu etwas anderem entwickelt. Der aktuelle Aufschwung am Arbeitsmarkt wird nicht mehr von der Industrie gestützt. Die Wissens- oder Informationsgesellschaft ist aber noch nicht da. Wir haben eine kleine Gruppen von Vorreitern. Was wir hier machen wird die Gesellschaft nicht verändern, aber wir machen die Begleitmusik zu einer bestehenden gesellschaftlichen Veränderung.
Fiene: Die Frage ist doch, welches Mittel setzte ich ein um was zu erreichen. An Hochschulen läfut z.B. fast alles übers Internet. Partyankündigungen, politische Aktivitäten etc. Plakate werden immer seltener.
Frage aus dem Publikum: Die ganze Verteilungsinfrastruktur ist ja zentral Kontrollierbar. Ganze IP-Bereich können gesperrt werden (siehe China etc.). Wie kann man das Problem angehen?
Wrede: Zentralistische Strukturen müssen überwunden werden. Net Neutrality muss gewahrt werden. Es darf keine Bevorzugung von Datenpaketen gewisser Services geben. Wenn die Infrastruktur in den Händen weniger großer Unternehmen bleibt, ist die Freiheit im Netz gefährdet.
Schockwellenreiter: Das ist die zweite Baustelle, wir müssen auch an dieser Stelle die Mittel in unseren Besitz bringen.
Dahlmann: Wir haben viele neue Produktionsmittel mit fast unbegrenzten Möglichkeiten, aber der Flaschenhals ist das Internet, also die Verteilung dieser Produkte.
Frage aus dem Publikum: Peer-to-peer kann zentrale Kontrolle umgehen. Über Handys funktioniert das schon.
Schockwellenreiter: Handys nutzen lediglich ein anderes Trägersignal. Das ist dem Medium erstmal egal. Aber Nachrichtentechnik ist mein schwaches Feld. Die Freifunkleute versuchen gerade, ein eigenes drahtloses Netz aufzubauen, das keiner Kontrolle unterliegt. Das ist technisch auch schon relativ leicht machbar, aber viele Leute müssen mitmachen. Wenn es nicht politisch gewollt ist, muss es genug Bürgerengagement geben.
Dahlmann: Was verändern die neuen Sender an Mediengefüge?
Wrede: Man kann ein anderes Bild von sich zeichnen. Jeder kann sein Leben vielfältiger gestalten. Da stellt sich die Frage nach dem Sinn für jeden Einzelnen. Die Erweiterung der eigenen Person ist ein ganz zentraler Faktor.
Dahlmann: Die Großen kommen inzwischen aber immer mehr in Bedrängnis und werden zum Umdenken gezwungen. Das sorgt zur Zeit aber nur für eine Verlagerung der Vereilungskanäle ins Netz. Da entsteht noch nichts kreatives.
Fiene: Zeit ist der kritische Faktor. Wer Zeit im Netz verbringt, kann nicht mehr Zeitung lesen.
Schockwellenreiter: Wir gucken falsch! Wir schauen auf Journalisten und die großen Medien, aber da passiert nichts. An anderer Stelle entstehen ganz neue Formate für kleine Zielgruppen. Wer Fernsehen für das Netz macht, kopiert doch auch nur die Großen. Davon müssen wir wegkommen.
So, das wird ein kleines Experiment im Liveblogging, was ich bisher noch nicht gemacht habe.
Hier erstmal kurz eine Beschreibung zum Panel:
Soziale Medien bieten gerade zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen viele Möglichkeiten, auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. In dieser Diskussion sollen verschiedene Ansätze aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt werden, wie man die neuen Rahmenbedingungen des Netzes mittlerweile nutzen kann, um Politik zu organisieren, sich zu vernetzen, sowie neue Kampagnen-Formen und neue Organisationsstrukturen auszuprobieren.
Mit dabei sind:
Volker Gassner, Christian Scheifl, Geraldine Bastion, Markus Beckedahl, Benedikt Köhler
Merke gerade, dass ich Christian Scheifl und Benedikt Köhler schon in Bamberg bei "Das neue Netz" getroffen habe (veranstaltet von der FoNK).
So, Vorstellung ist vorbei, Volker Gassner von Greenpeace legt los:
Web 2.0 bildet eher die reale Welt ab als bisher. Aktionen online oder auf der Straße gleichen sich mehr an und unterstützen sich gegenseitig. Greenpeae hat viel Erfahrung in der Herstellung von öffentlicher Aufmerksamkeit, muss aber noch besser werden digitale Öffentlichkeit zu mobilisieren.
Ziele der neuen Internetstrategie von Greenpeace:
===
So, Netz war kurz weg, Kernaussage der übrigen Panelteilnehmer war aber ungefähr, dass "Straßenkampagnen" von "Onlinekampagnen" angestoßen und unterstützt werden können und sollten. Zusammen sind die beiden Kanäle am Wirkungsvollsten, wie z.B. die von Netzpolitik.org organisierte Demonstration gegen die Vorratsdatenspeicherung letztes Jahr in Berlin, zu der 15.000 Menschen gekommen sind. Die Massenmedien haben dieses Thema bis zu den jeweiligen Bschlüssen in Brüssel und Berlin fast komplett ignoriert.
Eine Studie zum Aktion "Free Burma" zeigt, dass Blogs durchaus geeigent sind, weltweit Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken. Am 4. Oktober 2007 posteten viele tausend Blogs weltweit Texte, Bilder und Videos über Burma und die dortige Situation, was von den Massenmedien aufgegriffen und verstärkt wurde. Die Umfrage zeigt, dass Blogger sich relativ leicht von anderen Bloggern zu Handlungen und politischen Aktionen bewegen lassen - im Gegenteil zum klassischen Infostand in der Fußgängerzone, an dem die meisten Menschen achtlos vorbeilaufen.
Führt das Web 2.0 also zu einer neuen Öffentlichkeit im Netz, die auf der Straße zunächst mal nicht zu sehen ist? Und was hat das für Effekte auf die Politik und Entscheidungsträger, die ja auf dem digitalen Auge oft Blind sind. Wie ist die politische Wirkung?
Volker Gassner von Greanpeace: Durch eine Veröffentlichung im Netz von Lobbyisten und deren Einfluss in der Politik wird schon mal mehr Transparenz hergestellt. Green IT wurde von Greenpeace zum Teil mit angestoßen und in die großen Unternehmen getragen.
Beitrag auf dem Publikum: Am wichtigsten ist aber trotzdem der reale Kontakt mit den Menschen. Dieser kann durch Web 2.0 Werkzeuge zwar wunderbar unterstützt, aber nicht abgelöst werden. Regionale Gruppen werden benötigt um wirkliche "Straßenaktionen" vor Ort durchzuführen.
Greenpeace wurde von vielen Bloggern als Vorbild genommen, auch wenn Greenpeace bis vor wenigen Monaten überhaupt keine Web 2.0 Werkzeuge eingesetzt hat. Trotzdem Vorbildcharakter, weil durch kleine kreative Aktionen Aufmerksamkeit erzeugt wurde.
Jedes Handy hat inzwischen eine Foto- und/oder Videokamera, mit der man direkt und fast live berichten kann. Aufnehmen, hochladen, fertig.
Thema Fundraising: Bei Aktion Mensch und Greenpeace noch kein Zusammehang zwischen Web 2.0 und steigenden Spenden zu sehen, aber Verdacht liegt nahe. Durch Blogs etc. können mehr Menschen wirklich eingebunden und somit näher an die Organisation gebracht werden. Greenpeace wird noch mehr Wert auf Transparenz der Mittelverwendung legen.
Kurzes Zwischenfazit:
Selbstorganisation wird durch Web 2.0 leichter und initiiert bzw. unterstützt große Aktionen und Kampagnen, die ohne Web 2.0 nicht (oder nur extrem schwer) umsetzbar wären. Man kann viel Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit erreichen ohne Geld auszugeben.
Weiter geht es. Wie kann man Aufmerksamkeit auf unpopuläre Themen lenken? Gibt es eine Überforderung der User? Zu viel, zu schnell, zu unübersichtlich? Communityoverload? Wie kann man Boote vor Heiligendamm beim G8-Treffen noch toppen? Oder sollen die Bilder nur über andere Kanäle verbreitet werden? Medienhacking?
Greenpeace hat ein Problem mit Aktionsoverload. Deshalb sollen wenige, aber große Aktionen gestarter werden, in die viele Menschen eingebunden werden. Innerhalb dieser großen Themen kann es dann viele kleine und regionale Aktionen geben, die durch Web 2.0 unterstützt werden.
Aktion Mensch hat die Aktion "1000 Fragen" mit massiver Werbung und viel Geld (10 Millionen Euro) gestartet und erst dann ins Netz übertragen. Also Koppelung von traditionellen Medien mit Web 2.0. Trotz viel Werbung und viel Geld sind "nur" 11.000 Fragen gestellt worden. Erfolg? Erwartung erfüllt? Ja, weil Aufmerksamkeit sehr hoch war und wichtige Fragen und Themen unserer Zeit mehr ins gesellschaftliche Rampenlicht gerückt wurden. Über 2 Millionen Visits seit beginn der Aktion. Über 2200 neue Projektideen sind entstanden, die aus diesem Budget auch unterstützt werden.
Vielleicht war es nicht der "Megaerfolg" weil die Aktion zu stark zentralisiert war? Weil thematisch zu weit gefasst? Weil Aktion Mensch nicht cool genug ist?
Dafür läuft Aktion sehr lang und stabil mit hoher Sichtbarkeit, im Gegensatz zu kurzen Strohfeuern wie Free Burma, die zwar in kurzer Zeit extrem viel Aufmerksamkeit bekommen, aber nach wenigen Tagen wieder vergessen sind.
So, Abschlussrunde, so schnell kann es gehen.
Schleusen in die Blogosphäre nutzen? Grenzen zwischen "Mitmacher" und "Organisator" verwischen. Jeder muss sich für etwas einsetzen - Gleichgültigkeit ist das größte Problem. Und das wird durch Web 2.0 einfacher. Jeder kann publizieren, seine Stimme erheben und sich vernetzen. Organisationen müssen lernen mit Offenheit umzugehen. Organisationen können von der Blogosphäre viel lernen.
Kurzer Hinweis von Netzpolitik.org - am 14. und 15. Juni in Berlin wird es ein Socialcamp geben - www.socialcamp.mixxt.com
Im Presse- und Blogspiegel wurde und wird laufend alles nötige zur re:paprikapublica gesagt. Alles? Nicht ganz! Noch keiner hat erwähnt, dass die Stühle hier in jedem Saal total unbequem sind. Nach spätestens 15 Minuten tut mir entweder mein Rücken oder meine Bauchmuskeln weh, je nachdem ob die Lehne zu schmal oder zu schräg ist. Tja, aber faul rumsitzen soll hier ja auch keiner, gelle? Ist ja schließlich alles Web 2.0, total offen, dynamisch, semantisch und so weiter.
Aber ein bisschen Gemütlichkeit wär trotzdem schön…
So, gleich wird hier Geld verdient mit Blogs - reloaded. Der Saal ist voll…
Am Wochenende habe ich meine Familie in Lübeck besucht, und bei einem gemeinsamen Spaziergang diese schöne Pflanze entdeckt. Die Farben und die Blattstruktur haben mir gefallen, also habe ich ein Foto davon gemacht.
Nachdem ich wieder in Bonn war, habe ich das Foto zu flickr hochgeladen und mit dem schönen Titel "Was ist das?" versehen. Ich habe das Bild auch in einige Gruppen von Natur- und Planzenliebhabern einsortiert, ohne jedoch ernsthaft eine Antwort zu erwarten.
Dann kam der erste Kommentar von jrix: "Yes, it is a Japanese Aucuba (Aucuba japonica 'Veragata'). Beautiful photo."
Meine Antwort: "Wow, thank you very much! I never really expected anyone to answer my question…nice surprise. =)"
jrix: "You are very welcome. I have several of these in my yard. Both a male and a female shrub are needed in order for the female plant to have berries. There are many varieties. Some have plain green leaves and others have much more yellow than the variety in your beautiful image. I don't speak German, but I guess most every one knows "What is that?". :o)"
Ist das nicht toll? Da antwort mir eine ehemalige Schulbibliotheksangestellte aus Maryland, USA, die erst seit etwa einem Jahr überhaupt digitale Fotos macht und von einem Freund von flickr erfahren hat.
I am new to digital photography, only about one year. But I love to be out in the yard and garden with camera in hand looking for something interesting to capture. Right now all of my pictures will be taken somewhere on our two acres of land in Maryland, USA. My friend, Dark Spinner, talked me into going on Flickr. I am so glad that she did!
So am I, jrix.
Vom 2.-4. April 2008 findet in Berlin die re:publica-Konferenz mit dem Untertitel “Die kritische Masse” statt. Mehr als 800 Blogger, Netzbewohner und Medienmacher werden in der Kalkscheune im Herzen Berlins erwartet.
“Durchgängiges Thema in den über 100 Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops sind die gesellschaftlichen und kulturellen Auswirkungen sozialer Medien wie Weblogs, Wikis und Social Networks, die auf der Interaktion zwischen Menschen aufbauen. Wir freuen uns, ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt zu haben, das unterschiedlichste Facetten der digitalen Gesellschaft beleuchtet.”, so Markus Beckedahl von netzpolitik.org.
Johnny Haeusler: “Die re:publica gilt seit ihrem Start 2007 als herausragende deutschsprachige Internet-Konferenz, die ihren Schwerpunkt auf Inhalte und soziale Fragen legt. Initiiert und bevölkert von tatsächlichen Akteuren, zeichnet sie auch ein Stimmungsbild der digitalen Gesellschaft in Deutschland.” [aus der aktuellen Pressemeldung]
Letztes Jahr hat es nicht geklappt, deswegen freue ich mich um so mehr darauf, dieses Jahr hinfahren zu können. Die Dienstreisegenehmigung liegt vor (muss ja alles seine Ordnung haben), Bahnticket ist gebucht und jetzt suche ich mir noch ein nettes Hotel in Berlin.
Episodes from a supermarket - 2.0 style…
Was ist denn nun das neue Netz? Und was ist überhaupt Web2.0? Dies waren die Leitfragen des am vergangenden Wochenende stattfindenden Workshops "Das neue Netz?" in Bamberg. Hervorragend organisiert wurde die Veranstaltung von der FoNK, deren in der Blogosphäre wohl bekanntester Vertreter Jan Schmidt sein dürfte.
Eine sehr gute Zusammenfassung der einzelnen Vorträge findet man im Sozlog, und die Präsentationen selber können natürlich auch abgerufen werden. Die offenen Workshopphasen zwischen den Vorträgen ermöglichten rege Diskussionen und Gedankenaustausch, der sonst leider oft auf Konferenzen etc. zu kurz kommt. Am intensivsten wurde wohl darüber diskutiert, was Web2.0 überhaupt ist, und ob man den Begriff überhaupt definieren kann oder gar sollte. Für verschiedene Disziplinen der Wissenschaft wird der Begriff von gänzlich anderen Faktoren geprägt, und eine Einengung der Sichtweise wäre hier eher schädlich.
Bamberg, der Ort des Workshops, hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Mein Hotel lag mitten in der Altstadt unterhalb des Domberges, und ich habe die Pausen und Abende für ausgiebige Stadttouren genutzt. Die dabei enstandenen Bilder werden in kürze bei flickr zu sehen sein - wenn ich dazu komme, sie alle zu sichten und zu sortieren. sind nun auch online.
Weitaus tiefgründigere Postings zum Workshop finden sich - na wo wohl? - bei Technorati im neuen Netz.
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