Information is shock resistance. Go arm yourself.
2raumwohnung, Daniel Acht, Fatih Akin, Götz Alsmann, Stefan Arndt, Bob Arnz, Uli Aselmann, Andreas Auth, Lutz Bandte, Wolf Bauer, Claudia Baumhöver BAP, Dr. h.c Wolfgang Beck, Christian Becker, Oliver Berben, Christoph Biermann, Julia Boehme, Claus Boje, Ranja Bonalana, Dr. Jörg Bong, Prof. Dr. Heinrich Breloer, Silke Brix, Till Brönner, Burkhard Brozat, Prof. Christian Bruhn, Francesco Bruletti, Anni Brunner, Detlev Buck, Sven Burgemeister, Leander Carell, Yvonne Catterfeld, Roger Cicero, Culcha Candela, Jakob Claussen, Caroline Dabue, Samy Deluxe, Renan Demirkan, Joy Denalane, Helmut Dietl, Die Labbese, DJ Ötze, Klaus Doldinger, Bernd Eichinger, EL*KE, Peter Eötvös, Jörg Evers, Dieter Falk, Dr. Wolfgang Ferchl, Axel Fischer, Helene Fischer, Usche Flacke, Julia Franck, Egon L. Frauenberger, Amelie Fried, Molly von Fürstenberg, Joseline Gassen-Hesse, Hans W. Geißendörfer, Bijan Ghawami, Dr. Peter Gölitz, Ulrich Granseyer, Herbert Grönemeyer, Ludwig Güttler, Till Hagen, Martin Hagemann, Kirsten Hager, Klaus Hanslbauer, Titus Häusermann, Peter Heppner, Max Gerre, Gerd Hesse, Sabine Hirler, Mischa Hofmann,Dr. G.-Jürgen Hogrefe, Höhner, Dr. Gottfried Honnefelder, Klaus Humann, Viola Jäger, Christoph John, Juli, Udo Jürgens, Dr. Joachim Kaps, Ewa Karlstroem, Andreas Langenscheidt, Toni Kater, Joachim Kaufmann, Georg Kessler, Dietrich zu Klampen, Klaus&Klaus, Alexander Klaws, Patrick Knippel, Astrid Lollex, René Kollo, Meike Kordes, Harald Kügler, Mickie Krause, Joachim Król, Michael Krüger, Dieter Thomas Kuhn, Peter Lackner, LaFee, Prof. Ulrich Limmer, Udo Lindenberg, Peter Lohmann, Annett Louisan, Peter Maffay, Manfred Mai, Martin May, Helge Malchow, Marquess, Marc Marshall, Jens Meurer, Reinhard Mey, Kari Meyer, MIA., Michael Mittermeyer, Monrose, Martin Moszkowicz, Christoph Müller, Nobelpenner, Oomph!, Margit Ostewold, Erick Öxler, Wolfgang Pampel, Stefan Peters, Dr. Joerg Pfuhl, Uli Putz, Thomas Quasthoff, Rabaue, Karl-Klaus Rabe, Frank Ramond, Reamonn, Uschi Reich, Aribert Reimann, Steffen Reuter, Revolverheld, Dr. Andreas Richter, Prof. Dr. h.c. Wolfgang Rihm, Rosanne Rocci, Hilke Rosenboom, Ursula Rosengart, Rosenstolz, Jennifer Rostock, Dr. Christian Rotta, Sasha, Prof. Dr. Enjott Schneider, Philipp Schepmann, Schiller, Monika Schlitzer, Jörg Schlönvoigt, Bernhard Schmid, Kim Oliver Schmidt, Dr. Patricia Scholten, Walter Scholz, Barbara Schöneberger, Atze Schröder, Hermann Schulz, Dr. Susanne Schüssler, Jan Schütte, Til Schweiger, Scooter, Seeed, Mark von Seydlitz, Rodion Shchedrin, Ralph Siegel, Söhne Mannheims, Martin Spencker, Tom Spieß, Dagmar Stehle, Dr. Jörg D. Stiebner, Ulrich Stiehm, Dr. Henning Stump, Alexander Thies, Tokio Hotel, Imre Török, Judy Tossell, Matthias Ulmer, Andreas Ulmke-Smeaton, Ulla Unseld-Berkéwich, Philip Voges, Prof. Lothar Voigtländer, Neele Vollmar, Dr. Ralf Weigand, Stefan Waggershausen, Peter Wackel, Wagner Love, Joachim Weidler, Max Wiedemann, Ursula Woerner, Johanna Wokalek, Sönke Wortmann, Peter Zenk und Tom Zickler haben diesen Brief unterschrieben.
Die passenden Antworten dazu gibt es bei Nerdcore und bei Angriff auf die Urteilskraft.
So, das wird ein kleines Experiment im Liveblogging, was ich bisher noch nicht gemacht habe.
Hier erstmal kurz eine Beschreibung zum Panel:
Soziale Medien bieten gerade zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen viele Möglichkeiten, auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. In dieser Diskussion sollen verschiedene Ansätze aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt werden, wie man die neuen Rahmenbedingungen des Netzes mittlerweile nutzen kann, um Politik zu organisieren, sich zu vernetzen, sowie neue Kampagnen-Formen und neue Organisationsstrukturen auszuprobieren.
Mit dabei sind:
Volker Gassner, Christian Scheifl, Geraldine Bastion, Markus Beckedahl, Benedikt Köhler
Merke gerade, dass ich Christian Scheifl und Benedikt Köhler schon in Bamberg bei "Das neue Netz" getroffen habe (veranstaltet von der FoNK).
So, Vorstellung ist vorbei, Volker Gassner von Greenpeace legt los:
Web 2.0 bildet eher die reale Welt ab als bisher. Aktionen online oder auf der Straße gleichen sich mehr an und unterstützen sich gegenseitig. Greenpeae hat viel Erfahrung in der Herstellung von öffentlicher Aufmerksamkeit, muss aber noch besser werden digitale Öffentlichkeit zu mobilisieren.
Ziele der neuen Internetstrategie von Greenpeace:
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So, Netz war kurz weg, Kernaussage der übrigen Panelteilnehmer war aber ungefähr, dass "Straßenkampagnen" von "Onlinekampagnen" angestoßen und unterstützt werden können und sollten. Zusammen sind die beiden Kanäle am Wirkungsvollsten, wie z.B. die von Netzpolitik.org organisierte Demonstration gegen die Vorratsdatenspeicherung letztes Jahr in Berlin, zu der 15.000 Menschen gekommen sind. Die Massenmedien haben dieses Thema bis zu den jeweiligen Bschlüssen in Brüssel und Berlin fast komplett ignoriert.
Eine Studie zum Aktion "Free Burma" zeigt, dass Blogs durchaus geeigent sind, weltweit Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken. Am 4. Oktober 2007 posteten viele tausend Blogs weltweit Texte, Bilder und Videos über Burma und die dortige Situation, was von den Massenmedien aufgegriffen und verstärkt wurde. Die Umfrage zeigt, dass Blogger sich relativ leicht von anderen Bloggern zu Handlungen und politischen Aktionen bewegen lassen - im Gegenteil zum klassischen Infostand in der Fußgängerzone, an dem die meisten Menschen achtlos vorbeilaufen.
Führt das Web 2.0 also zu einer neuen Öffentlichkeit im Netz, die auf der Straße zunächst mal nicht zu sehen ist? Und was hat das für Effekte auf die Politik und Entscheidungsträger, die ja auf dem digitalen Auge oft Blind sind. Wie ist die politische Wirkung?
Volker Gassner von Greanpeace: Durch eine Veröffentlichung im Netz von Lobbyisten und deren Einfluss in der Politik wird schon mal mehr Transparenz hergestellt. Green IT wurde von Greenpeace zum Teil mit angestoßen und in die großen Unternehmen getragen.
Beitrag auf dem Publikum: Am wichtigsten ist aber trotzdem der reale Kontakt mit den Menschen. Dieser kann durch Web 2.0 Werkzeuge zwar wunderbar unterstützt, aber nicht abgelöst werden. Regionale Gruppen werden benötigt um wirkliche "Straßenaktionen" vor Ort durchzuführen.
Greenpeace wurde von vielen Bloggern als Vorbild genommen, auch wenn Greenpeace bis vor wenigen Monaten überhaupt keine Web 2.0 Werkzeuge eingesetzt hat. Trotzdem Vorbildcharakter, weil durch kleine kreative Aktionen Aufmerksamkeit erzeugt wurde.
Jedes Handy hat inzwischen eine Foto- und/oder Videokamera, mit der man direkt und fast live berichten kann. Aufnehmen, hochladen, fertig.
Thema Fundraising: Bei Aktion Mensch und Greenpeace noch kein Zusammehang zwischen Web 2.0 und steigenden Spenden zu sehen, aber Verdacht liegt nahe. Durch Blogs etc. können mehr Menschen wirklich eingebunden und somit näher an die Organisation gebracht werden. Greenpeace wird noch mehr Wert auf Transparenz der Mittelverwendung legen.
Kurzes Zwischenfazit:
Selbstorganisation wird durch Web 2.0 leichter und initiiert bzw. unterstützt große Aktionen und Kampagnen, die ohne Web 2.0 nicht (oder nur extrem schwer) umsetzbar wären. Man kann viel Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit erreichen ohne Geld auszugeben.
Weiter geht es. Wie kann man Aufmerksamkeit auf unpopuläre Themen lenken? Gibt es eine Überforderung der User? Zu viel, zu schnell, zu unübersichtlich? Communityoverload? Wie kann man Boote vor Heiligendamm beim G8-Treffen noch toppen? Oder sollen die Bilder nur über andere Kanäle verbreitet werden? Medienhacking?
Greenpeace hat ein Problem mit Aktionsoverload. Deshalb sollen wenige, aber große Aktionen gestarter werden, in die viele Menschen eingebunden werden. Innerhalb dieser großen Themen kann es dann viele kleine und regionale Aktionen geben, die durch Web 2.0 unterstützt werden.
Aktion Mensch hat die Aktion "1000 Fragen" mit massiver Werbung und viel Geld (10 Millionen Euro) gestartet und erst dann ins Netz übertragen. Also Koppelung von traditionellen Medien mit Web 2.0. Trotz viel Werbung und viel Geld sind "nur" 11.000 Fragen gestellt worden. Erfolg? Erwartung erfüllt? Ja, weil Aufmerksamkeit sehr hoch war und wichtige Fragen und Themen unserer Zeit mehr ins gesellschaftliche Rampenlicht gerückt wurden. Über 2 Millionen Visits seit beginn der Aktion. Über 2200 neue Projektideen sind entstanden, die aus diesem Budget auch unterstützt werden.
Vielleicht war es nicht der "Megaerfolg" weil die Aktion zu stark zentralisiert war? Weil thematisch zu weit gefasst? Weil Aktion Mensch nicht cool genug ist?
Dafür läuft Aktion sehr lang und stabil mit hoher Sichtbarkeit, im Gegensatz zu kurzen Strohfeuern wie Free Burma, die zwar in kurzer Zeit extrem viel Aufmerksamkeit bekommen, aber nach wenigen Tagen wieder vergessen sind.
So, Abschlussrunde, so schnell kann es gehen.
Schleusen in die Blogosphäre nutzen? Grenzen zwischen "Mitmacher" und "Organisator" verwischen. Jeder muss sich für etwas einsetzen - Gleichgültigkeit ist das größte Problem. Und das wird durch Web 2.0 einfacher. Jeder kann publizieren, seine Stimme erheben und sich vernetzen. Organisationen müssen lernen mit Offenheit umzugehen. Organisationen können von der Blogosphäre viel lernen.
Kurzer Hinweis von Netzpolitik.org - am 14. und 15. Juni in Berlin wird es ein Socialcamp geben - www.socialcamp.mixxt.com
Dieser Film wird ohne Frage eine gewaltige Kontroverse auslösen. Religiöse Toleranz hat auch ihre Grenzen, aber wird dieser Film diese Botschaft auch transportieren können?
If we're going to achieve a lasting peace in the knowledge wars, it's time to set property aside, time to start recognising that knowledge - valuable, precious, expensive knowledge - isn't owned. Can't be owned. The state should regulate our relative interests in the ephemeral realm of thought, but that regulation must be about knowledge, not a clumsy remake of the property system.
Please read the whole article "Intellectual property" is a silly euphemism, written by Cory Doctorow for The Guardian.
Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
Unter diesem Motto findet am 7. und 8. Februar eine Tagung in Schwerte statt, die vom Institut für Kirche und Gesellschaft und dem Zentrum für ländliche Entwicklung des Landes NRW veranstaltet wird.
Die ländlichen Räume stehen vor neuen Herausforderungen.
Der demographische Wandel und der Klimawandel veranlassen die Regionen, sich sehr konkret für ihre Zukunftzu engagieren. Eigeninitiativen und neue Wege zur Lösung der Probleme sind angesagt.
Die Tagung ist für mich vor allem im Hinblick auf meine Projektarbeit für das Obere Mittelrheintal interessant. Dort versuchen wir mit dem Projekt InterWork die Netzwerkarbeit zu befördern, stoßen dabei jedoch häufig auf Probleme die eher auf fehlendes regionales Bewusstsein gründen.
Das Programm schlägt einen Bogen von der allgemeinen Einführung zu den europäischen Regionen hin zu konkreten Beispielen und Diskussionsrunden. Ich bin mir sicher, dass ich im Laufe der Tagung viele neue Ideen bekommen werde und freue mich schon auf die Vorträge und interessanten Gespräche.
Die Zeit, die FAZ und viele andere Zeitungen übernehmen heute Jürgen Rüttgers Bezeichnung Subventionsheuschrecke in ihre Überschriften für Artikel über die Schließung des Bochumer Nokiawerkes.
Nicht zu unrecht, wie ich finde - allerdings drängt sich mir die Frage auf, warum der Weltmarktführer für Mobiltelefone überhaupt 88 Millionen Euro Subventionen bekommen hat. Das Nokia sich als globale Aktiengesellschaft wohl kaum der sozialen Betriebswirtschaft verschrieben hat, war doch vorher schon klar. Und die Fälle BenQ und Motorola zeigten doch bereits, wie wenig der Standort für die Massenproduktion von Mobiltelefonen (und anderen Geräten) bedeutet. Handys kann man überall gut produzieren, und vielerorts halt günstiger als in Deutschland. Das hat zwar unschöne Auswirkungen für die Nokiamitarbeiter, ist aber offensichtliche Realität.
Protest von Gewerkschaften, Landes- und Bundesregierungen, Mitarbeitern und Betriebsräten etc. werden kaum Wirkung zeigen. Die wirkliche Macht in dieser Sache liegt beim Konsumenten. Wir alle tragen am Ende die Verantwortung für unsere Entscheidungen, und wenn mal wieder ein Handywechsel ansteht, sollte man sich doch genau überlegen, ob man mit seiner Entscheidung Nokia weiterhin unterstützen will. Es gibt noch viele andere Hersteller, und Nokia ist nur einer von vielen.
Bisher gab es - soweit ich mich erinnere - nur einen wirklich erfolgreichen Konsumentenboykott, nämlich 1995 gegen Shell im Zuge der Brent Spar Affäre. Wir alle greifen mit unseren täglichen kleinen Entscheidungen in die große und doch angeblich zu unantastbare Welt der großen Konzerne ein.
Wir müssen nur bewusster mit dieser Macht umgehen!
Mehr zum Thema bei nonokia.de
Update: Silke Hasselmann vom MDR rückt die Geschichte in eine etwas andere Perspektive:
Nun muss man die Finnen vielleicht nicht gleich dafür loben, dass sie noch so lange hier ausgehalten haben; so könnte man es nämlich auch sehen. Doch soweit ich die Sache verstanden habe, hat sich die Konzernleitung an Recht und Gesetz gehalten. Und zwar an deutsches Recht. Sie hat sich zum Beispiel die vielen Millionen Subventionseuro wohl nicht erschlichen. Im Gegenteil: Die Gesetze und Förderrichtlinien wurden von Politikern bestimmt.
Übrigens wüsste ich auch nicht, dass irgendjemand "Karawanenkapitalismus" gerufen hätte, wie jetzt Bundesfinanzminister Steinbrück, als Nokia Werke in Finnland geschlossen hatte, um in Deutschland günstiger zu produzieren. Oder als die DHL ihren Standort in Brüssel dicht- und im billigeren, weil hochsubventionierten Leipzig aufmachte. Solange dem Konzern keine kriminellen Machenschaften nachgewiesen werden können und solange Politik wie übrigens auch Gewerkschaften Standortpolitik mit viel Steuergeld, aber äußerst wenig Rücksicht auf Verluste anderenorts betreiben, sollten sie alberne Protestgesten stecken lassen. Die helfen den Nokia-Beschäftigten in Bochum am wenigsten. [Quelle: Tagesschau.de]
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