Das "Unwort des Jahres" 2007 heißt "Herdprämie". "Das Wort diffamiert Eltern, insbesondere Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen", sagte der Sprecher der sechsköpfigen unabhängigen Jury, Horst Dieter Schlosser, am Dienstag in Frankfurt. […] Bei der 17. Unwort-Suche haben insgesamt 1760 Einsender 969 verschiedene Vorschläge gemacht. Als Favoriten waren "Präventionsstaat" oder "praktikables Nachtflugverbot" im Rennen. [Quelle: heute.de]
Präventionsstaat hätte die "Ehrung" ja noch mehr verdient, denke ich. Ich stehe übrigens gerne am Herd, habe bisher aber noch keine Prämie dafür bekommen - wenn man von den gelegentlichen Lobbekundungen meiner Frau mal absieht. Aber ich werde das später mal vorschlagen…
Oh! Mein! Gott!
Ooooooooohhhhhhh. Da fühlt sich die ewig missverstandene und sowieso schon von all dem Umweltgedöns stark gebeutelte deutsche Automobilindustrie aber arg ungerecht behandelt. Jetzt sagt auf einmal der böse Onkel Dimas, dass so große, schwere und völlig überdimensionierte Töfftöffs wie sie VW, BMV, Audi etc. alle bauen auf einmal böse Umweltsünder sind. Wie gemein. Da will der böse Umweltkommissar doch tatsächlich den CO2-Ausstoss regeln und tritt natürlich mal wieder den armen Kleinen besonders auf die Füße.
Und wie sich die Kanzlerin und der Umweltminister darüber aufregen! Die böse EU macht uns auf dem großen industriellen Spielplatz unser liebstes Förmchen kaputt. Und hinterher können wir nicht mehr so schön Halbpanzer backen wie vorher. Och, mir blutet das Herz.
Und das ist der Kern des großen Übels:
Geht es nach der Kommission, müssen alle Anbieter in der EU den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 bei ihren Flotten deutlich drücken: Neuwagen sollen demnach von 2012 an höchstens noch 120 Gramm CO2 je Kilometer in die Luft blasen. Dabei sollen bessere Motoren und andere moderne Techniken, aber auch bessere Verkehrsführung und moderne Reifen zum Zuge kommen. Kohlendioxid (CO2) ist ein gefährliches Treibhausgas, das maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich ist.
Vor allem Hersteller großer Autos sollen beim Klimaschutz deutlich stärker in die Pflicht genommen werden als Kleinwagen- und Mittelklasse-Hersteller. Der Kommissionsvorschlag sieht vor, dass ein Fahrzeug mit dem doppelten Gewicht eines Kleinwagens nur 60 Prozent mehr CO2 ausstoßen darf. Ziel ist es, dass Neuwagen bis 2012 in der EU knapp ein Fünftel (19 Prozent) weniger CO2 ausstoßen als heute. Herstellern soll es im Konzernverbund erlaubt sein, gemeinsam den CO2-Ausstoß ihrer Flotten zu drücken. [Quelle]
Das ist aber auch ungerecht, lieber Herr Dimas. Da fordern Sie einfach so etwas, was die Kanzlerin und der Umweltminister auch ständig von allen anderen fordert, plötzlich auch von Deutschland.
Regierungssprecher Thomas Steg ergänzte, dass die deutschen Hersteller schwerer Autos es nicht schafften, die EU-Vorgaben zu erfüllen. Der Vorschlag halte sich nicht an bisherige Absprachen. Über das Thema werde nun in Brüssel zu reden sein, sagte Steg. «Für die Bundesregierung ist dieses Verhalten der EU-Kommission nicht erklärlich.»
Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht deutsche Hersteller, die in den gehobenen Klasse Fahrzeuge mit hohem CO2-Ausstoß anbieten, diskriminiert. «Der Richtlinienvorschlag der EU zum CO2-Ausstoß hat nichts mit Klimaschutz zu tun, sondern ist ein Wettbewerbskrieg gegen die deutschen Autohersteller», sagte er. Der Vorschlag bevorzuge hingegen italienische und französische Autobauer.
So geht das aber nicht. Wo kommen wir denn da hin, wenn die EU plötzlich mit bösen Auflagen der schläfrigen und etwas trägen deutschen Automobilindustrie Dampf machen will. Da müssten die armen Konzerne ja plötzlich ganz anders und - welch grausame Vorstellung - ökologisch denken. Wo kommen wir denn da hin? Und vor allem wie? Mit der Bahn etwa?
Und das so knapp vor Weihnachten. Also wirklich!
Marc hat eine interessante Gegenüberstellung gepostet:
Ein Schelm, wer böses dabei denkt? Oder Ausdruck einer zunehmenden Heuschreckisierung? Natürlich ist die Dividendenausschüttung der Dax-Unternehmen noch kein allgemeingültiger Indikator für eine wirtschaftliche Entwicklung, da ja glücklicherweise der viel bemühte Mittelstand weitgehend frei von öffentlichen Aktiengesellschaften ist, aber dennoch ist diese Gegenüberstellung schon ein wenig besorgnisserregend. Und sie spiegelt meiner Meinung auch die Unsinnigkeit von Quartalsberichtspflichten wieder, denen die Dax-Unternehmen ja unterliegen. Eine kurzfristige Ausrichtung auf Steigerung der Dividende führt nun wirklich nicht zu nachhaltigen Erfolgen. Schon gar nicht für die Mitarbeiter dieser Unternehmen.
Ich habe heute morgen den Eindruck gewonnen, dass die Züge durch den Streik der GDL eher pünktlicher werden. Heute morgen gegen 7 Uhr fuhren jedenfalls mehrere Züge am Bonner HBF sehr pünktlich ab - ganz im Gegenteil zu den letzten Tagen, an denen ja kein Streik herrschte.
Hm, ich bin mal gespannt, ob sich mein Verdacht heute Abend wieder bestätigt…
A Finn and a Swede were arguing which ones mother tongue sounds more beautiful.
Since they couldn't find any solution, they asked help from an English linguist. The linguist asked both of them to translate the following poem by Percy Shelley into their own languages.
"Island, island, grassy island, grassy island's bride."
It was the finn's turn first:
"Saari, saari, heinäsaari, heinäsaaren morsian."
Then the Swede translated the poem:
"Ö, ö, hö ö, hö öns mö."
Am gestrigen Morgen war ich zu ungewohnt früher Zeit - 7:20 Uhr - im Büro. Grund dafür war meine selbst so gewählte Aufsicht über die Klausureinsicht, die die Studierenden ab 8 Uhr tätigen konnten. Das eigentlich Erwähnenswerte an diesem Umstand ist jedoch, dass ich den Campus, die Flure, Gebäude etc. lange nicht mehr so verlassen und dunkel erlebt habe. Ich musste erstmal in den Fluren und Treppenhäusern das Licht anmachen, um sicheren Fußes zu meinem Büro zu kommen.
Die Klausureinsichtaufsicht verlief dann dank netter Gespräche mit Kollegen kurzweilig, und ich freute mich auf einen frühen Feierabend. Dieser wurde jedoch mit meiner Ankunft am Bahnhof in Remagen ein wenig getrübt, da im Koblenzer HBF ein Bombenalarm ausgelöst wurde - mit deutlich negativen Auswirkungen auf die Pünktlichkeit der Züge. So kam ich aber immerhin in den Genuss, mit vielen Mitwartenden vergnügliche 70 Minuten auf dem sonnigen Remagener Bahnhof zu verbringen. Und da ich immer ein Buch oder meinen mit Podcasts geladenen MP3-Player dabei habe, konnte ich die Zeit immerhin noch sinnvoll nutzen.
Irgendwann fuhren die Züge jedoch wieder, und wir wurden aus Remagen mit einem lustigen Gleiswechselspiel verabschiedet, bei dem jeder nochmal auf verschiedene Gleise geschickt wurde, um hinterher doch wieder alle auf dem Selben zu landen.
Am späteren Nachmittag habe ich dann noch den vor mehr als sechs Monaten bestellten Sessel aus einem Lager in Graurheindorf abgeholt…ohne Auto…bewaffnet mit einer Sackkarre und der Überzeugung, auch sperrige Gegenstände ohne Auto in die Altstadt transportieren zu können. Somit habe ich immerhin noch den Feierabend vieler meiner lieben Mitmenschen ein wenig erheitert, die mich angesichts des ziemlich großen Pakets auf der im Verhältnis dazu klein wirkenden Sackkarre teils mitleidig lächelnd, teils schadenfroh anblickten. In der S-Bahn entstand dann noch eine kleinere Diskussion darüber, ob man auch mit der S-Bahn umziehen könne - und ich denke man kann! Wenn man bereit ist, oft genug zu fahren. =)
Insgesamt war der gestrige Tag also ein Interessanter, der immerhin noch genug Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben ließ: Mit meinem Sohn spielen, mit meiner Frau zu Abend essen und gemeinsam einen Tatort gucken.
Das trifft mein Musikerherz natürlich hart!
Dieser Aufkleber klebt auf einem Fiat Panda, an dem ich fast jeden Tag auf dem Weg zur oder von der Arbeit vorbeifahre. Und ich muss jedesmal schmunzeln…
Die ursprüngliche Aussage des Aufklebers ist natürlich richtig!
Bei flickr gibt es die abgefahrensten Gruppen! Unter anderem "Stick figures in peril". Diese Gruppe hat über 6800 Mitglieder und enthält mehr als 10000 Fotos!
Wer also gerade mal ein oder zwei Stunden nichts zu tun hat, kann sich ja mal durchklicken.
Wer es lieber etwas weniger gefährlich mag, kann sich ja mal in der Gruppe "Stick Figures Who Have The Situation Under Control" umschauen. Da gibt es aber gerade mal etwas mehr als 600 Fotos. Strichmännchen führen also anscheinend ein ziemlich gefährliches Leben…
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