Der Weg von der S-Bahn-Haltestelle Dransdorf zu meiner Wohnung ist etwa 800 Meter lang, und entsprechend schnell zurückzulegen. Auf diesem kurzen Weg habe ich eben zwei Mütter ihre Kinder folgendermaßen rufen gehört:
Mutter 1 - Schonntall, Schackeline, Tschasstien, Keffien, kommt jetzt zu mich her.
Harter Tobak, gelle? Kommt noch besser.
Mutter 2, kurze Zeit später - Schackira, Anastasia, nu tut nich so trödeln.
Ich wäre auf offener Straße fast zusammengebrochen, wenn mir die armen Kinder nicht so leid tun würden. Namen sind nicht nur Schall und Rauch, sondern transportieren eine ganze Menge an Gefühlen, Informationen und Vorurteilen. Man sollte sich also gut überlegen, mit welchem Namen man sein Kind ins Leben schickt, und ob der vielleicht sogar noch zum Nachnamen passt. Ein Pharell Justin Krcysztakovicz (gesehen in einer Geburtsanzeige) wird es vermutlich im Leben nicht gerade leicht haben.Manchmal habe ich das Gefühlt, das Leben parodiert sich hier selbst.
In ein paar Jahren können Grundschullehrer in der Klasse wahrscheinlich die Popcharts von 2006 bis 2010 vorlesen und es meldet sich mindestens ein Kind, dass mit so einem Namen gestraft ist.
Ich will wieder zurück in die Altstadt…da können die Eltern die internationalen Namen ihrer Kinder immerhin richtig aussprechen.
Gerade gefunden: Schakkeline ihr Fanshop
Und hier gibt es noch mehr davon.
Freunde, seit ihr noch so papierorientiert, dass ihr kurzfristige Änderungen im Programm nicht mehr wahrnehmt? Björn Rosenthal hat eben vor drei Leuten sehr unterhaltsam über das Podcastangebot der Deutschen Welle informiert, und als Bonner hatte ich natürlich auch ein lokalpatriotisches Interesse daran.
Hier der Ankündigungstext:
Auf der Homepage der Deutschen Welle befinden sich über 150 Beiträge und Sendungen die als Podcast abonniert werden können. Damit gehört der deutsche Auslandsrundfunksender zu einem der aktivsten Anbieter weltweit.
Schon zur US Wahlberichterstattung 2004 wurde auf die - für damalige Verhältnisse - neuartige Technologie gesetzt und erste Erfahrungen gesammelt.
Mittlerweile sind die Podcasts schon lange im Regelbetrieb. Björn Rosenthal - Produktmanager für Audio & Video bei der Deutschen Welle - gibt einen detaillierten Einblick in notwendigen Arbeitsabläufe und Automatismen, berichtet von Hürden die zu überwinden waren und spricht von Chancen die sich durch Podcasting für ein internationales Medienunternehmen ergeben können.
Björn, vielen Dank für den Vortrag! Wir bleiben in Kontakt…

Herrlich! Immer auf die Bassisten…
Vielen Dank an Mark für dieses wunderbare Dokument zeitgenössischer Journaille…
Ich gebe ja zu, dass ich noch nie von Schmap gehört habe, aber anscheinend gefällt den Leuten dort eines meiner Fotos von Bonn. Diese Nachricht hatte ich heute morgen in meiner Inbox:
Hi Karsten, I am writing to let you know that one of your photos with a Creative Commons license has been short-listed for inclusion in the fourth edition of our Schmap Bonn Guide, to be published mid-February 2008.
Ich wurde auch um meine Zustimmung zur Veröffentlichung gebeten, die ich natürlich gern erteilt habe. Aber was ist Schmap überhaupt?
Exploring a Schmap Guide is a uniquely interactive experience: maps and guide content are dynamically integrated, allowing intuitive, real-time access to reviews and photo slideshows for places of interest.
Im Kern ist das ganze eine aufgebohrte, interaktive Karte (ähnlich wie bei Google Maps) mit interessanten Locations, zu denen man ein paar Bilder und Infos bekommt. Und so sieht das dann aus:
Bisher sind gerade mal 11 Locations auf der Karte für Bonn vermerkt, da ist also noch jede Menge Raum für weitere Vorschläge. Ich bin jedenfalls mal gespannt, ob mein Foto für die nächste Version der Karte ausgewählt wird. Vielleicht klappt es ja doch noch mit der Karriere als Fotograf?
Ich hab mich immer noch nicht an Karneval gewöhnt. Ich lebe nun seit über sechs Jahren im Rheinland, aber jeck geworden bin ich noch nicht. Ich werde heute lieber mal Klausuren korrigieren und dann früh nach Hause fahren. Außer mir ist heute eh fast niemand im Büro.
Tja, ihr Jecken, dann feiert mal schön.
Nach vier Jahren und drei Monaten verlassen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge die Bonner Altstadt. Das weinende Auge wird die kleinen Straßen, gemütlichen Kneipen, netten Nachbarn, freundlichen Supermarktkassiererinnen, blühenden Bäume, spontanen und schrägen Begegnungen und vieles andere mehr vermissen. Hier haben Sabrina und ich das Zusammenleben ausprobiert und für gut befunden. Nach unserer Hochzeit habe ich sie dann über die Schwelle unserer kleinen Wohhung getragen, und auch Oskar hat hier die ersten acht Monate seines Lebens verbracht. Und nun ziehen wir weg.
Ganze vier Kilometer weit, an den Rand des Messdorfer Feldes.
Und an dieser Stelle kommt das lachende Auge zum vorschein.
Wir ziehen aus einer schlecht geschnittenen 47 m² kleinen Wohnung aus und in eine ganz hervorragend geschnittene 90 m² Wohnung ein. Diese hat dazu auch noch einen unglaublich großen und trockenen Kellerraum und einen extra Waschkeller. Und einen Flur, von dem man alle Zimmer erreichen kann. Das alles hatten wir vorher nicht. Das Gut Ostler ist nicht weit, auf dem Oskar im kommenden Jahr ein Hofspatz werden soll. Viel Grün, viel Platz, gute Luft, ein kleiner Garten hinter dem Haus und die S-Bahn Station direkt um die Ecke. Was will man mehr?
Vor einigen Jahren hätte ich auf diese Frage noch viele Antworten gehabt, aber vieles ändert sich wenn man erstmal eine Familie gegründet hat.
Also, wer am Samstag zwischen 10 und 16 Uhr gerade nichts zu tun hat kann sich gern als Umzugshelfer melden. =) Als Dank winkt eine lobende Erwähnung hier im Blog und ein Teller leckere Kürbissuppe.
Ich erkenne in diesem Baumauswuchs einen Hundekopf, meine Frau sieht einen Elefanten, den ich nach einer Erklärung auch entdeckt habe. Einen Pferdekopf kann man auch erkennen, wenn man möchte. Was siehst du?
Ich habe heute morgen den Eindruck gewonnen, dass die Züge durch den Streik der GDL eher pünktlicher werden. Heute morgen gegen 7 Uhr fuhren jedenfalls mehrere Züge am Bonner HBF sehr pünktlich ab - ganz im Gegenteil zu den letzten Tagen, an denen ja kein Streik herrschte.
Hm, ich bin mal gespannt, ob sich mein Verdacht heute Abend wieder bestätigt…

Am Rhein - zwischen Schänzchen und PH

Am Rhein - zwischen Schänzchen und PH

Ecke Dorotheenstraße - Heerstraße
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